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Verschiedenes über Krankheiten

Prameha – hartnäckige Harnstörungen inkl. Diabetes

Ursachen und Arten von prameha

Zuviel Schlaf; müßiges Herumsitzen; übermäßige Einnahme von Joghurt, Fleisch domestizierter Tiere, Fisch und Milch; frisches Getreide; Zuckerrohrprodukte und alle anderen kapha-vermehrenden Regimes sind ätiologische Faktoren für prameha.

Kapha verursacht prameha durch Affektion von medas, mamsa (Fettgewebe, Muskelgewebe) und Körperflüssigkeit in der Blase. Pitta, angeregt durch heiße Dinge, verursacht prameha durch Affektion der gleichen Entitäten. Vayu (Luft; vāta) bei Verminderung von kapha-pitta affektiert dhātus in der Harnblase und verursacht so prameha. doṣas erzeugen bestimmte Arten von prameha, wenn sie die Harnblase erreichen und den Urin affektieren.

vāta, pitta, kapha sind die doṣas in der Pathogenese von prameha und morbid beeinträchtigte dushyas (Körpergewebearten) sind medas, rakta, lasika, shukra, majja, rasa, mamsa (Fettgewebe, Blut, Lymphe, Samen, Knochenmark, Nahrungssaft, Muskelgewebe) und ojas (Lebenskraft).

Es gibt zwanzig Arten von prameha. Zehn Arten von kaphaja prameha, sechs Arten von pittaja prameha und vier Arten von vatika prameha sind heilbar, linderungsfähig und unheilbar resp. aufgrund der Ähnlichkeit oder Nicht-Ähnlichkeit der involvierten doṣas und dhatus und der Ernsthaftigkeit der Komplikationen.

Die zehn Arten kaphaja prameha sind gekennzeichnet durch: der Urin (1) ist wässrig; (2) ähnelt Zuckerrohrsaft, (3) ist viskos, (4) enthält feste Ausfällungen, (5) ist weiß, (6) ist mit shukra (Samen) vermischt, (7) ist kalt, (8) rinnt langsam, (9) ist speichelgleich und (10) enthält Steinchen.

Die sechs Arten paittika prameha sind gekennzeichnet durch: der Urin ist (1) schwarz, (2) blau, (3) gelb wie Haldi (Kurkuma), (4) rot wie Mañjishtha (Färberröte), (5) dunkelrot und (6) alkaligleich.

Durch vāta verursacht, bei Verminderung von dhātus, läßt der Patient Harn vermischt mit: (1) majja (Knochenmarkgewebe), (2) ojas, (3) vasa (Muskelfett) und (4) lasika (Lymphe).

Prameha nimmt Merkmale entsprechend den Eigenschaften des involvierten doṣa an. Durch vāta verursachtes prameha ist mit Schmerzen beim Urinieren verbunden, hat schwärzlichen oder rötlichen Urin und Ähnlichkeit mit majja etc. und ist unheilbar.

Prodrome

Schwitzen, fauliger Körpergeruch; übermäßiges Rast- und Schlafbedürfnis; Übergewicht; Unreinheiten in Augen, Zunge, Nase, Ohren und Herz; exzessiver Haar- und Nagelwuchs; Vorliebe für kalte Dinge; Trockenheit in Hals und Gaumen; süßer Geschmack im Mund; Brennen in Händen und Füßen – dies sind die Prodromalsymptome von prameha.

(Textauszug aus dem Werk Ayurveda-Lehrbuch – Caraka-Saṃhitā-Kompendium, Vimanasthana)